Der Leitzinssatz als Indikator für Sparzinsen

21 Sep

Der Leitzins wird immer von der jeweiligen Notenbank festgelegt, für die Euro-Zone ist dies die Europäische Zentralbank, die EZB. Der Leitzins ist der Zinssatz, für den sich die Banken Geld von den Notenbanken leihen können, um es dann, zum Beispiel als Kredite, an ihre Kunden weitergeben können.

Doch nicht nur für die Höhe der Kreditzinsen spielt der Leitzins eine Rolle, auch für die Zinshöhe bei Tagesgeld und Festgeld ist der Leitzins von Relevanz.

Je höher der Leitzins, desto höher ist in den meisten Fällen auch das allgemeine Zinsniveau für Tagesgeldkonten und Festgeldanlagen. Je niedriger der Leitzins von der jeweiligen Notenbank angesetzt wird, desto niedriger sind in der Regel auch die Zinsen für Tagesgelder und Festgeldkonten.

Deshalb ist es immer auch gut, einen Blick auf den aktuellen Leitzins zu werfen, wenn eine Geldanlage getätigt werden soll. Liegt der Leitzins hoch, die Inflationsrate ist jedoch niedrig, ist ein hoher Realzins zu erwarten, was gerade beim Tagesgeld von großem Vorteil ist – denn trotz der schnellen Verfügbarkeit des angelegten Geldes ist die Verzinsung dann hoch.

Seit Ende 2008 hat die EZB die Leitzinsen von damals in der Spitze 4,50 auf gerade einmal noch 1,00 Prozent gesenkt, was natürlich Auswirkungen auf die Zinssätze hatte, welche Banken aufs Tagesgeld gewährt haben.

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