Sonnenenergie wird günstiger
16 Jun
Neueste Entwicklungen auf dem Solarmarkt versprechen weiter sinkende Preise für die Nutzung von Sonnenenergie. Ein Grund ist die steigende Nachfrage nach Alternativen zur Energiegewinnung im Privat- und Unternehmensbereich. Zu schaffen machen den einheimischen Anbietern von Solartechnik dabei vor allem Anbieter aus dem asiatischen Raum, die ihre Produkte zu Dumpingpreisen anbieten können. Den Verbraucher wird dieser Umstand kaum stören.
Viel interessanter ist jedoch eine Neuentwicklung eines Dresdner Unternehmens, welche erhebliche Einflüsse auf die Preisfindung für Solaranlagen haben könnte. Dabei handelt es sich um eine Revolution, werden die neuen Solarmodule doch nicht mehr aus Silizium hergestellt, sondern es kommen neue, organische Farbstoffe zum Einsatz. Die neuen Solarmodule sind zum einen nicht mehr blau, sondern werden wohl grün sein. Zum anderen ist die Produktion der neuen Solarmodule viel preiswerter.
Heute kostet eine Kilowattstunde Strom, die mit Solarmodulen erzeugt wurde, real etwa 3,50 Euro. Diese Kosten sollen sich dank der neuen Module stark verringern. Der Hersteller spricht von Kosten, die unter einem Euro liegen sollen, was den Solarenergiemarkt revolutionieren würde. Die Effizient bei der Umwandlung der Sonnenenergie in Strom soll zwar nicht so hoch sein wie bei den herkömmlichen Silizium-Modulen, doch das dürfte bei dem zu erwartenden Kampfpreis kaum eine Rolle spielen.
Darüber hinaus würden die neuen Module dafür sorgen, dass trotz der – wirtschaftlich längst überfälligen Senkung des Zuschusses für ins Netz eingespeisten Solarstrom – neue Anlagen weiterhin attraktive Renditen erzielen würden, was zu einer entsprechenden Nachfrage und damit einem weiteren Zuwachs an hierzulande erzeugtem Solarstrom führen dürfte. Auch den bei Anlegern so beliebten Solarfonds würde der Einsatz dieser neuen Module den Rücken stärken und zu einer stabilen Ertragssituation auch bei gekürzter Förderung führen.
Sofern die Neuentwicklung auf den Markt kommt, würden sich die Kosten für den Einbau einer Solaranlage in einem Wohnhaus oder in einer Industrieanlage und damit auch der Bedarf an Darlehen mit niedrigen Kreditzinsen zu deren Finanzierung stark verringern, womit der Anteil der Häuser mit Versorgung von Solarenergie sprunghaft ansteigen dürfte. Bleibt nur zu hoffen, dass die neuen Solarmodule nicht so lange auf sich warten lassen. Mit der Produktion würde in Sachen ökologischer Stromgewinnung ein neues Zeitalter eingeläutet werden.

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